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Inhaltsverzeichnis

 

 

 

AUF EINEN BLICK

  • Worum geht´s: Vliese, Gewebe und Einlagen, die auf die Stoffrückseite gebügelt oder genäht werden
  • Verwendung:  formgebende Wirkung bei Kleidung; Stabilität für Taschen; Volumen für Mäntel & Decken; zum Applizieren, Nähmalen und Sticken; für Patchwork & Stepparbeiten
  • Zuschnitt: 

    wie Stoff zuschneiden, je nach Vorliebe mit Rollschneider oder Schere

  • Pflege: meistens waschbar und bügelgeeignet

1. Was sind Vliese & Einlagen?

Vliese und Einlagen sind Helfer im Verborgenen. Sie geben dünnen Stoffen Griff und Halt, stabilisieren Taschen, formen Kragen oder verleihen Mänteln Volumen – und bleiben dabei in der Regel unsichtbar. Vliese bügelst Du nämlich entweder vor dem Nähen auf die Stoffrückseite oder nähst sie direkt in das Projekt ein. Ihre volle Kraft entfalten sie im Inneren Deiner Näharbeit.

Sie verhindern, dass sich der Beleg an Deinem selbst genähten Hemd wellt. Knopfleisten geben sie den nötigen Stand und Tascheneingriffe oder Schulternähte leiern dank der zusätzlichen Einlage auch nach vielem Tragen nicht aus. Mit Vliesen und Einlagen nähst Du leichter und zauberst Kleidungsstücke, Taschen und kreative Projekte, die lange halten und Freude bereiten.

Diese Helfer gibt es als Vliese und Gewebeeinlagen. Oft sehen sie aus wie Stoff. Meist sind sie dünn und haben einen fließenden Fall. Viele gibt es in heller oder dunkler Ausführung. Wähle sie immer passend zur Stofffarbe, damit das Gewebe nicht durchscheint. Gerade bei Blusen aus hellen Stoffen könnten Belege aus dunklen Vliesen später durch den Stoff schimmern.

Vliese & Gewebe = Vlieseline
Obwohl es verschiedene Vliese gibt, hat sich die Bezeichnung „Vlieseline“ in der Nähwelt durchgesetzt. Tatsächlich handelt es sich um einen Markennamen. Die Firma Freudenberg stellt unter der Marke „Vlieseline“ verschiedene Gewebe und Vliese her. Nebenher gibt es solche Materialien auch von anderen Herstellern. Trotzdem sagen die meisten NäherInnen nur noch „Vlieseline“, wenn sie das Bügel- oder Näheinlagen meinen, mit denen sie ihre Stoffe verstärken.

Je nachdem wie viel Stand und Form sie geben sollen, können solche Einlagen auch stärker sein. Schabrackeneinlagen fühlen sich zum Beispiel wie dünner Karton an.

Auf viele Vliese und Einlagen wird ein Klebegewebe aufgebracht, damit sie aufgebügelt werden können. Du findest sie unter der Bezeichnung Bügeleinlagen. Näheinlagen kommen stattdessen ohne eine Klebeschicht aus und werden einfach als zusätzliche Lage mit in das Projekt eingenäht.

Übrigens: In der Vlieseline-Mustermappe findest Du Griffproben zu allen Vlieseline-Einlagen. So kannst Du dir einen idealen Überblick über Griffigkeit und Beschaffenheit der Einlagen machen.

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Bei der Nähmaschinentasche "Sarah" von Frau Fadenschein kommen gleich 3 Vliese bzw. Einlagen zum Einsatz: Die Einlage S 133 sorgt für einen stabilen Boden, Style Vil gibt einen schönen Stand, Vlieseline H 250 verstärkt u. a. die Futtertasche und die Reißverschlussfächer.

2. Herstellung & Material

Wie werden Vliese & Einlagen hergestellt?

Wie die Einlagen hergestellt werden, hängt von ihrer Art ab. Es gibt watteweiche Vliese und Gewebeeinlagen, die sich anfühlen wie Stoff – vor allem die dünneren. Ihre Herstellung ist allerdings komplexer als bei Meterware.

Gewebeeinlagen werden ähnlich wie Stoffe aus Polyester oder Baumwollfasern gewebt. Vliese bestehen dagegen aus nicht verwebten Fasern, die gekreuzt oder verschlungen werden. So entstehen textile Verbindungen, die sich je nach Material weich und fließend oder auch starr und steif anfühlen können. Bügelvliese und Gewebeeinlagen zum Aufbügeln bekommen auf der Rückseite einen speziellen Klebstoff verpasst. Im kalten Zustand kannst Du die Klebepunkte fühlen, sie sind meist rau und ein bisschen erhaben. Unter dem Bügeleisen schmelzen sie und helfen, den Stoff komplett mit dem Vlies bzw. Gewebe zu verbinden. Näheinlagen kommen dagegen ohne diese Klebeschicht aus.

Die meisten Einlagen sind nicht dehnbar und perfekt für Webware geeignet. Daneben gibt es aber auch Vliese und Einlagen, die elastisch sind. Die elastische Bügeleinlage H 609 ist ein Vlies, mit dem Du zum Beispiel dünne Jerseystoffe verstärken kannst. Ihr etwas schwereres Pendant ist die Gewebeeinlage G 770. Auch sie gibt durch ihre Webart in alle Richtungen etwas nach. Das kannst Du nutzen, um mittelschweren und schwereren dehnbaren Stoffen wie Sweat Halt zu geben.

Klebstoff = G, H, F & X
Um Vliese auseinanderhalten zu können, werden sie mit Buchstaben- und Zahlenkombinationen beschrieben. Die meisten Klebevliese, die sich aufbügeln lassen, erkennst Du an den Kennungen H, G, F & X. Bei den S-Einlagen ist die Bezeichnung nicht stringent, nur S 133, S 320 und S 520 lassen sich aufbügeln. Die übrigen Einlagen S 13 und S 80 sind Näheinlagen.

Aus welchem Material bestehen Vliese & Co?

Die meisten Bügel- und Näheinlagen werden aus synthetischen Fasern und Fasermischungen hergestellt. Zum größten Teil kommen Polyesterfasern (PES) zum Einsatz, aber auch Polyamid (PA) oder Polyurethan (PU).

Für Vliese, die sich später restlos auswaschen lassen wie etwa die Kreativvliese Solufix und Soluvlies, wird Polyvinylalkohol (PVAL) zu einem Fasergewebe verarbeitet. Es gibt aber auch Gewebe aus Fasern natürlichen Ursprungs wie zum Beispiel Baumwolle (CO), Wolle (WO), Modal (CMD), Viskose (CV) und Cellulose.

Nachhaltige Vlieseline
Immer mehr Vliese und Gewebeeinlagen werden aus recycelten Polyesterfasern produziert, manche sogar zu 100%. Der Vlies-Hersteller Freudenberg recycelt in seinen europäischen Werken nach eigenen Angaben rund 2,5 Milliarden PET-Flaschen im Jahr. Sie werden zu winzigen Kunststoffkrümeln zerkleinert, anschließend geschmolzen und zu Fasern verarbeitet. Die Vliese aus recyceltem Polyester erkennst Du an der Materialkennung „R-PES“.

3. Welche Vliese & Einlagen gibt es?

Zugegeben, die Auswahl an Vliesen kann Nähanfänger*innen anfangs erschlagen. Der beste Weg, um sich einen Überblick zu verschaffen, ist es, sich anzuschauen, wie sie befestigt werden. So hilft es schon zu wissen, dass es die beiden großen Bereiche Bügeleinlagen und Näheinlagen gibt, die – Du ahnst es sicher – entweder aufgebügelt oder eingenäht werden. Innerhalb dieser beiden Befestigungsvarianten gibt es eine breite Palette von Bändern, Volumenvliesen, Gewebeeinlagen und Kreativhelfer zum Sticken, Applizieren und für Patchwork.

Welche Einlage wofür?
Gewebeeinlagen: Griffigkeit
Bügeleinlagen: Festigkeit
Näheinlagen: Festigkeit für bügelempfindliche Stoffe
Volumenvliese & Schaumstoffe: Form

Was sind Bügeleinlagen?

Wenn von Bügeleinlagen die Rede ist, sind in erster Linie Vliese gemeint, die mit einer Klebeschicht ausgestattet sind. Meist ist eine Seite des Vlieses mit einer Klebefläche beschichtet. Durch die Hitze des Bügeleisens schmilzt der Kleber und das Vlies haftet dauerhaft auf der linken Stoffseite. Bügeleinlagen verwendest Du in der Regel beim Nähen von Kleidung. Sie geben zum Beispiel Kragen die nötige Stabilität. Es gibt sie von sehr dünn bis dick in verschiedenen Stärken und Farben.

 

Was sind Näheinlagen?

Auch die Näheinlagen sind Vliese. Du kannst sie Dir vorstellen wie dünne watteähnliche textile Verbindungen, die sich von beiden Seiten weich anfühlen. Diesen soften Griff haben sie, weil ihnen die Klebefläche fehlt. Sie lassen sich nicht mit dem Bügeleisen fixieren, sondern müssen mit Nähten befestigt werden. Diese Einlagen sind perfekt für alle Stoffe, die so hitzeempfindlich sind, dass sie lieber nicht gebügelt werden sollen – aber eben dennoch etwas Unterstützung und Stabilisierung benötigen.

 

Was sind Gewebeeinlagen?

 Im Unterschied zu den Vlieseinlagen bestehen Gewebeeinlagen aus Fäden, die miteinander verwoben werden. Solche Einlagen sind fließend mit einem weichen Fall und dabei dennoch stabil. In der Haptik erinnern sie an Stoff und fühlen sich oft auch so an. Sie werden verwendet, um Teilen an Kleidungsstücken mehr Griffigkeit zu verleihen. Praktischerweise können sie mit dem Bügeleisen fixiert werden. Einige von ihnen bestehen aus Baumwolle (z. Bsp.: G 700, G 710, G740), sind weich zur Haut und können offen verarbeitet werden. Mit ihnen kannst Du beispielsweise einen Beleg an einer Bluse verstärken, der beim Tragen direkten Hautkontakt hat. Wie die Vliese kannst Du sie vor dem Nähen einfach auf den Stoff bügeln.

 

Was sind Volumenvliese?

Für Projekte, die ein bisschen (oder viel) Polsterung benötigen, kommen Volumenvliese ins Spiel. Mit ihnen bist Du für alles gewappnet, egal, ob Du einer Kapuze am Sweat-Pulli etwas Stand geben (dann nimm H 630) oder eine Krabbeldecke kuschelig ausstatten möchtest (hier ist P250 prima). Es gibt sie in verschiedenen Stärken, von dünn bis richtig dick und hochbauschend, zum Aufbügeln oder zum Einnähen.

Was sind Bänder?

Vliese schon passend zugeschnitten – und das am laufenden Band: Das sind Vlieseline-Bänder. Es gibt sie als Stretchfix, Bundfix oder Kantenfix und ihr Name verrät es schon: Sie machen das Nähen von Kanten, Säumen oder Bünden an Hosen und Röcken so viel einfacher. Mit ihnen säumst, raffst und kürzt Du Deine Projekte im Nu. Und überdehnte Nähte gehören dank flexiblem Nahtband der Vergangenheit an.

Was sind Stick- und Kreativvliese?

Vliese helfen nicht nur beim Nähen, sondern sind auch beim kreativen Gestalten wahre Zaubermittel. Abreißbare Stickvliese geben dünnen Stoffen so viel Halt, dass Du sie nach Herzenslust besticken kannst – und hinterher entfernst Du das Vlies einfach wieder. Oder noch besser: Du wäschst es einfach aus.

Viele dieser Helfer sind nämlich sogar wasserlöslich. Das kannst Du Dir zunutze machen und Stickvorlagen direkt auf das halbtransparente Soluvlies oder Solufix abpausen. Anschließend fixierst Du das Vlies auf Deinem Stickstoff (bei Soluvlies mit Stecknadeln, Solufix klebt sogar von allein), nähst oder stickst die Linien nach und wäschst anschließend das Vlies rückstandslos aus. Ein ähnliches Zaubervlies ist Vliesofix. Mit ihm gelingen Applikationen ganz leicht. Es ist wie eine Art Kleber für Stoff. Das „Vlies“ ist eigentlich eine transparente Klebeschicht, auf die ein Trägerpapier aufgebracht ist. Motivvorlagen scheinen durch das Papier und Du kannst sie direkt aufs Papier abpausen. Die grob ausgeschnittenen Vliesofixteile kannst Du nun auf die Stoffrückseite bügeln, alles exakt ausschneiden und das Trägerpapier abziehen. Jetzt „kleben“ die Teile auf dem Untergrundstoff, wenn Du sie aufbügelst.

Und es gibt noch so viel mehr: Vliese, die Stoffe nachträglich wasserabweisend machen (z. B. Lamifix), Vliese, die mit aufgedruckten Rastern das Zuschneiden von Patchwork-Arbeiten effizienter gestalten und Vliese, die so stabil sind, dass Du sogar kleine Schatullen und Körbchen mit ihnen nähen kannst (z. B. S 133).

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Bänder Bügeleinlagen Gewebeeinlagen NäheinlagenStick- und KreativvlieseVolumenvliese

4. Vliese auswählen & unterscheiden

Wie finde ich die richtige Vlieseline?

Welches Vlies bzw. welche Gewebeeinlage für Dein Projekt passend ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Möchtest Du einen dünnen Stoff etwas verstärken? Handelt es sich um Webware oder um Strickware? Verträgt der Stoff Bügelhitze? Sind diese Fragen beantwortet, kannst Du gezielt nach der passenden Einlage suchen. Dabei hilft der Grundsatz: leichte Vliese und Einlagen für dünne Stoffe – dickere Vliese und Einlagen für mittelschwere und schwere Stoffe. Je feiner der Oberstoff ist, umso kleiner sollten die Klebepunkte auf der Rückseite Deiner Bügeleinlage sein. Du erkennst die Punkte an ihrem sanften Glitzern, wenn Du die Vlieseline ins Licht hältst. Gröbere Stoffe kommen dagegen gut mit Einlagen aus, die größere Haftmassepunkte haben.

Nähst Du beispielsweise eine feine Seidenbluse, ist die Bügeleinlage G 785 eine gute Wahl. Für einen schweren Mantel aus Wolle käme eher H 410 in Frage.

Übrigens: Viele Vliese und Einlagen ähneln sich in ihren Eigenschaften und können untereinander ersetzt werden.

Wie kann ich die unterschiedlichen Vliese auseinanderhalten?

Beinahe jede Vlieseline kommt mit einem kleinen blauen Aufdruck an der Außenkante zu Dir nach Hause. Dort sind ihr Name und die wichtigsten Pflegehinweise vermerkt. Bei den schwereren Einlagen für Taschen fehlt dieser Aufdruck. Um sie auseinanderzuhalten, gibt es ein paar Tricks.

Was bedeuten die Buchstaben und Zahlen bei Vlieseline?

Zugegeben: Die Buchstaben- und Zahlenkombinationen bei den verschiedenen Vlieselinen muten mitunter an, das ein wissenschaftlicher Code dahinter steckt. Tatsächlich ist die Erklärung laut Vlies-Hersteller Freudenberg aber unspektakulär:

H – steht für Haftmasse und Vliese, also für alle, die sich aufbügeln lassen.
G – kennzeichnet Gewebeeinlagen (einzige Ausnahme bilden das Vlies G 405 und die Gewebeeinlage H 609)
F – das Vlies F 220 kam später als die Vliese H 180 und H 200 ins Sortiment, weil es etwas „fester“ ist als die beiden anderen, bekam es die Bezeichnung „F“.
X – steht für ein aufbügelbares Volumenvlies, dessen Klebefläche für eine Optik wie gesteppt „x“-förmig aufgebracht ist.
P – steht für flammhemmendes Material.
R – steht für Vliese, die zu 100 % aus recycelten Fasern bestehen.
S – steht für die Schabrackeneinlagen.

Zusätzlich geben die Kürzeln Hinweise zur Verwendung und Verarbeitung:

HH – steht für eine beidseitig angebrachte Klebefläche. Du kannst das Vlies also zwischen zwei Stoffe bügeln bzw. „kleben“.
LE – steht für eine Vlieseline, die für Leder geeignet ist.

Die Näheinlagen werden in einem eigenen System mit den Kürzeln L, M und S angeben. Die Buchstaben stehen für die Materialstärke:

L – steht für „leicht“.
M – steht für „mittel“.
S – steht für „schwer“.

5. Verarbeibeitungstipps: Zuschnitt, Fadenlauf etc.

Was muss ich beim Zuschneiden von Vlieseline beachten?

Generell lassen sich Vliese und Einlagen problemlos zuschneiden. Ob Du hier die Stoffschere oder den Rollschneider verwendest, bleibt Deiner Vorliebe überlassen. Im Handling ähneln die meisten Vlieselinen den Stoffen.

Hat Vlieseline einen Fadenlauf?

Auch wenn Vliese und Einlagen auf den ersten Blick keinen Fadenlauf erkennen lassen, ist es wichtig, sie immer in Längsrichtung zuzuschneiden. Richte dafür das Schnittteil stets so aus, dass der angegebene Fadenlauf parallel zur Außenkante der Einlage verläuft! Achte auch bei Eingriffen in Hosen-, Rock- oder Jackentaschen darauf, die Einlage längs zum Eingriff aufzubügeln. So verhinderst Du, dass der Eingriff über die Zeit überdehnt und wellig aussieht. Schneidest Du Einlagen in Querrichtung zu, kann es je nach Stoffart zu Spannungen kommen. Manchmal lösen sich Bügelvliese dann auch leichter ab.

Fadenlauf bei Reststücken
Schneidest Du ein frisches Stück Vlieseline an, ist es leichter, die Außenkante zu finden. Markiere sie am besten für später. So lassen sich auch Reststücke leichter ausrichten.

Muss man Vlieseline vor dem Zuschneiden waschen?

Vliese und Einlagen aus Kunstfasern selbst brauchst Du vor dem Nähen nicht zu waschen. Einlagen aus Naturfasern wie Baumwolle, Soya und Wolle verhalten sich aber wie Stoffe. Sie können genauso in der ersten Wäsche schrumpfen, zwischen 3 % und 7 %. Wasche diese Einlagen einmal wie in der Produktbeschreibung empfohlen, wringe sie aber nicht aus. Es genügt, wenn Du das Wasser leicht herausdrückst und das Vlies bzw. die Einlage im Liegen trocknest. Das betrifft die Volumenvliese 277 Cotton, 278 Soya Mix und 279 Cotton Mix 80/20. Übrigens: Stoffe solltest Du in jedem Fall vor dem Nähen waschen oder mit dem Bügeleisen abdampfen – vor allem, wenn Du sie mit Vlieseline verstärken möchtest. Tust Du das nicht, können sie später beim Aufbügeln der Einlage schrumpfen und die Vlieseline legt sich in Falten.

Wie wird Vlieseline genäht?

Nach dem Bügeln sind Bügeleinlagen eins mit dem Stoff, den Du anschließend wie in Deiner Nähanleitung beschrieben vernähen kannst. Näheinlagen, die nicht aufgebügelt werden, fixierst Du zunächst mit Stecknadeln oder Heftnähten auf dem Stoff und verwendest sie anschließend als wären sie ein zusammenhängendes Material. Volumenvliese, die nicht zum Bügeln sind, steppst Du ebenfalls mit dem Futterstoff gemeinsam ab.

Welche Naht für Vlieseline?

Die passende Naht für Dein Projekt gibt Dein Stoff vor. Die Vlieseline spielt eine untergeordnete Rolle. Vernähst Du einen dehnbaren oder elastischen Stoff, benötigst Du eine Naht, die nachgibt. Hier bietet sich ein Zickzack- oder ähnlich flexibler Stich an. Grundsätzlich lassen sie die verschiedenen Vliese und Einlagen mit jedem möglichen Stich vernähen.

Welche Nadel für Vlieseline?

Für die Wahl der passenden Nadel spielt die gewählte Vlieseline keine Rolle. Orientiere Dich bei der Auswahl am Oberstoff und wähle nach dem Grundsatz: dünne Nadeln für feine Stoffe, dicke Nadeln für stärkere Stoffe! Für Maschenware solltest Du spezielle Nadeln mit abgerundeter Spitze verwenden, zum Beispiel Microtex- oder Jersey-Nadeln. Tipp: Welche Nadel Du für welchen Stoff verwenden solltest, liest Du auch ausführlich in den bereits erschienenen Snaply-Stoffguides.

Welches Füßchen für Vlieseline?

Für die meisten Vlieseline-Projekte ist das Universalfüßchen der Nähmaschine die beste Wahl. Konkret richtet sich das Füßchen immer nach dem Stoff, den Du vernähst, statt nach der Vlieseline. Bei Stepparbeiten mit Volumenvlies kann allerdings ein Obertransportfüßchen die Arbeit erleichtern. Beim Sticken und Applizieren empfiehlt sich dagegen ein Applizierfüßchen. Das ist transparent und lässt Dir freie Sicht auf die Naht.

Wie bügelt man Vlieseline auf Stoff?

Manche Vliese bügelt man mit Hilfe eines feuchten Tuchs auf, andere müssen trocken fixiert werden. Welche Variante für Deine Vlieseline infrage kommt, steht in der jeweiligen Produktbeschreibung. Ganz wichtig: Lass die Vlieseline nach dem Bügeln abkühlen. Je nach Einlage kann das bis zu 30 Minuten dauern. Das erfordert Geduld, lohnt sich aber. Erst in dieser Liegezeit kann der Kleber seine volle Kraft entfalten und sich vollends mit dem Stoff verbinden.

In welche Richtung muss ich Vlieseline aufbügeln?

Alle Bügeleinlagen sind mit einer Klebeseite versehen. Diese Seite zeigt beim Bügeln immer zur linken Seite des Oberstoffs! Die Klebeseite ist rau, in der Regel kannst Du sie mit den Fingern tasten. Hältst Du die Vlieseline ins Licht, kannst Du die Klebepunkte auch an ihrem Glitzern erkennen.

Vlieseline mit feuchtem Tuch fixieren, so geht’s:

Lege zunächst die Vlieseline auf die Rückseite des zu verstärkenden Stoffes. Die raue Klebeseite der Vlieseline zeigt dabei zur Stoffrückseite! Über Vlies und Stoff legst Du ein feuchtes, aber nicht nasses (!) Bügeltuch und bügelst die Einlage schrittweise fest. Schiebe dabei das Bügeleisen nicht, wie Du es sonst beim Bügeln von Kleidung machen würdest. Dabei würde sich die Einlagen verschieben und in Falten legen. Besser ist es, das Bügeleisen immer wieder überlappend aufzusetzen und Dich so auch über die Kanten hinweg voran zuarbeiten.

Vlieseline trocken fixieren, so geht’s:

Beim trockenen Fixieren verzichtest Du auf das feuchte Bügeltuch. Lege stattdessen die Bügeleinlage mit der rauen Seite zur linken Stoffseite zeigend auf den Oberstoff. Bügle auch hier, indem Du das Bügeleisen überlappend aufsetzt.

Was tun, wenn die Vlieseline nicht hält?

Wenn Vlieseline nicht auf Anhieb halten will, verlängere zunächst die Fixierzeit und erhöhe den Druck auf das Bügeleisen. Und ganz wichtig: Gib der Vlieseline anschließend Zeit, um auszukühlen, damit der Kleber sich entfalten kann. Wichtig: Erhöhe nicht die Bügeltemperatur! Das könnte zu Verfärbungen am Vlies führen!

Manchmal kann es auch daran liegen, dass (vor allem farbige) Stoffe noch Appretur enthalten, die verhindert, dass die Vlieseline haftet. In diesem Fall kann es helfen, den Stoff zu waschen oder heiß abzudampfen, bevor Du die Vlieseline aufbringst.

Was tun, wenn die Vlieseline nicht hält?
Wenn Vlieseline nicht auf Anhieb halten will, verlängere zunächst die Fixierzeit und erhöhe den Druck auf das Bügeleisen. Und ganz wichtig: Gib der Vlieseline anschließend Zeit, um auszukühlen, damit der Kleber sich entfalten kann. Wichtig: Erhöhe nicht die Bügeltemperatur! Das könnte zu Verfärbungen am Vlies führen! Manchmal kann es auch daran liegen, dass (vor allem farbige) Stoffe noch Appretur enthalten, die verhindert, dass die Vlieseline haftet. In diesem Fall kann es helfen, den Stoff zu waschen oder heiß abzudampfen, bevor Du die Vlieseline aufbringst.

Kann ich statt eines feuchten Tuchs auch den Dampf des Bügeleisens nutzen?

Lieber nicht! Durch die Löcher im Dampfbügeleisen entstehen kleine Bereiche im Vlies, die nicht gleichmäßig mit Hitze versorgt werden. An diesen Stellen könnte die Vlieseline nicht haften und später Blasen werfen. Besser ist es, ein Bügeleisen mit durchgehender Sohle in Kombination mit einem feuchten Tuch zu verwenden. So wird die Vlieseline überall gleichmäßig fixiert.

Wie bekomme ich mein Bügeleisen wieder sauber?
Bügelst Du versehentlich ohne Stoff über das Vlies, kann es verschmelzen und die Bügelsohle verschmutzen. Das Eisen bekommst Du wieder sauber, indem Du das noch heiße Bügeleisen mit der verschmutzten Seite über einen Reststoff streifst, bis sich die Haftmasse löst und am Stoff hängenbleibt. Etwaige Restbestände lassen sich danach mit einem speziellen Bügeleisenreiniger entfernen.

6. Lagerung & Pflege

Wie lagere ich Vlieseline am besten?

Die meisten Vliese und Gewebeeinlagen verhalten sich wie Stoff. Deshalb kannst Du sie problemlos gefaltet aufbewahren. Die dickeren Schabrackeneinlagen und Verstärkungen für Taschenprojekte lassen sich dagegen schwer knicken. Besser ist es, sie gerollt zu lagern. Oft ist es schwierig, angeschnittene Vliese wiederzuerkennen, vor allem wenn die Außenkante mit dem Aufdruck fehlt. Markiere Deine Vlieseline am besten gleich beim Einsortieren in das Materiallager. So weißt Du immer, welche Vlieseline welche ist. 

Tipp: Bügelvliese bewahrst Du am besten in einem luftverschlossenen Beutel auf. So bleibt die Klebemasse am längsten frisch und die Vlieseline lässt sich lange problemlos aufbügeln!

Kann man Vlieseline waschen?

Beinahe jede Vlieseline ist wasch- und reinigungsbeständig. Viele von ihnen kann man in der Waschmaschine bei Temperaturen zwischen 30 und 60 °C waschen. Bundfix verträgt sogar 95°C Waschtemperatur. Ausnahmen bilden einige Einlagen aus dem Kreativbereich. Lamifix darf beispielsweise nicht in die Waschmaschine. Die wasserlöslichen Vliese Soluvlies und Solufix lösen sich in der Waschmaschine auf. Die Stickvliese vertragen ebenfalls keine Wäsche, werden aber in der Regel auch nach dem Sticken ausgerissen.

Kann man Vlieseline bügeln?

Bügeleinlagen sind darauf ausgelegt, gebügelt zu werden. Die Näheinlagen verhalten sich wie Stoff und kommen ohne eine Klebeschicht aus. Sie kannst Du ganz normal bügeln. Achte dabei nur auf die empfohlene Bügeltemperatur. Diese Angabe findest Du auf dem Aufdruck an der Außenkante der Vlieseline und immer auch in der Produktbeschreibung.

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