Stick- und Kreativvliese

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Inhaltsverzeichnis

 

 

AUF EINEN BLICK

  • Verwendung: Sticken, Applizieren, Nähmalen, kreative Nähideen, Nähen von Taschen und Rucksäcken
  • Zuschnitt: wie Stoff zuschneiden
  • Pflege: meistens waschbar, oft bügelgeeignet

1. Verwendung & Pflege

Beim Nähen werden Vlieseline-Einlagen verwendet, um Stoffe dauerhaft zu stabilisieren oder um Details an Kleidungsstücken Form zu geben. Bei ihnen steht ein langlebiges Ergebnis im Vordergrund. Stick- und Kreativvliese helfen dagegen, schon den Prozess des Arbeitens zu erleichtern. Einige von ihnen kommen nur kurzzeitig zum Einsatz und werden nach dem Nähen wieder entfernt. Für eine grobe Orientierung hilft diese Einteilung:

Es gibt Kreativvliese
• zum Sticken.
• zum Übertragen von Schablonen und Fixieren von Stoffteilen.
• zum Stabilisieren von Taschen, Rucksäcken und Co.
• zum exakten Zuschneiden und Nähen von Patchwork- und Quiltarbeiten.

Wie verwendet man Stick- und Kreativvliese? Das Tolle an den Stick- und Kreativvliesen ist ihre Flexibilität. Sie sind so vielseitig, dass Du bestimmt schnell neue Möglichkeiten entdeckst, wie sie Dir nicht nur kreatives Arbeiten, sondern auch das Nähen leichter machen. Die Haftmasse Vliesofix ist beispielsweise längst nicht nur fürs Applizieren gedacht. Sie kann auch beim Nähen von Kleidung gute Dienste leisten, wenn Du sie zum Fixieren von Stoffteilen benutzt. Manche Stick- und Kreativvliese werden einfach nur aufgelegt, andere sind selbstklebend und manche werden aufgebügelt. Die genaue Beschreibung dazu findest Du jeweils ausführlich in der Artikelbeschreibung.

Wie werden Stick- und Kreativvliese gepflegt? Mit Ausnahme der Einlagen, die wasserlöslich sind, kannst Du alle Projekte in der Waschmaschine waschen, in denen Du Vlieseline aus dem Kreativbereich verarbeitet hast. Meist halten sie Temperaturen zwischen 30° C und 40°C aus. Mit Vliesofix versehenen Stoff kannst Du sogar bei 60°C waschen, wenn der Stoff selbst das aushält. Einzig Lamifix hat keine Waschempfehlung. Stoff, den Du damit wasserabweisend beschichtet hast, solltest Du nur feucht abwischen.

Dürfen Vliese und Einlagen aus dem Kreativbereich gebügelt werden? Welche Bügeltemperatur die Bügeleinlagen aushalten, steht immer in der jeweiligen Produktbeschreibung. Für den Trockner sind die meisten Kreativvlieseinen nicht geeignet.

 

2. Vliese zum Stabilisieren von Stickarbeiten

Egal, ob Du mit der Hand oder mit der Stickmaschine stickst – in der Regel spannst Du den Stoff dafür fest in einen Stickrahmen ein. Beim Handsticken ist viel Gefühl dabei, Du spürst, wie der Stoff beim Einstechen nachgibt und kannst darauf reagieren. Die Stickmaschine sticht dagegen stets mit der gleichen Intensität in den Stoff. Deshalb braucht dieser für den Prozess des Stickens eine Verstärkung. Diese Aufgabe übernimmt Stickvlies und verhindert zusätzlich, dass sich der Stoff durch die Spannung der Stickerei verzieht. Diese Hilfe kannst Du übrigens auch für Applikationen nutzen!

Tipp: Nebenbei kannst Du Stickvlies auch nutzen, um Motive auf die rechte Stoffseite zu übertragen, ohne direkt auf den Stoff zu zeichnen!

Wie verwendet man Stickvlies? Es gibt verschiedene Stickvliese. Die meisten werden direkt unter die Stoffrückseite gelegt. Beide Lagen spannst Du dann gemeinsam in den Stickrahmen ein. Alternativ zum Stickrahmen lässt sich das Stickvlies natürlich auch mit einer Heftnaht am Stoff fixieren. Neben den Stickvliesen zum Einspannen bzw. Einnähen gibt es auch welche, die aufgebügelt oder aufgeklebt werden können.

Stickvliese verwendet man nur während des Stickens. Ist die Arbeit abgeschlossen werden sie entweder ausgerissen oder durch Wasser entfernt. Nur das Stickvlies Comfort Wear wird erst nach dem Sticken aufgebracht.

Was ist ausreißbares Stickvlies zum Einspannen bzw. Aufbügeln?

Ausreißbare Stickvliese können nach dem Sticken einfach abgerissen und entfernt werden. Die einfachsten von ihnen haben keine Haftmasse und werden entweder in den Stickrahmen mit eingespannt oder unter den Stoff geheftet, wie zum Beispiel das abreißbare Stickvlies von Snaply und Vlieseline Stickvlies Stitch-N-Tear.


Nach dem Sticken wird das Vlies auf der Stoffrückseite abgerissen.

Im Handling sind beide Vliese gleich. Stitch-N-Tear ist im Vergleich etwas dünner als das ausreißbare Snaply-Stickvlies. Dennoch sind beide relativ fest und erinnern im Griff an Papier. Sie sitzen perfekt im Stickrahmen, wenn sie so fest eingespannt ist, dass Du mit den Fingern auf dem Vlies hörbar trommeln kannst. Meist genügt schon eine Lage Vlies im Rahmen, ist der Stoff aber sehr dünn, wie Musselin, Tüll oder feine Popeline, kannst Du auch zwei Lagen Vlies verwenden.

Die Nadel perforiert das Vlies bei jedem Einstich, so dass es sich nach dem Sticken einfach seitlich der Naht ausreißen lässt. Bei großen Flächen geht das problemlos, bei kleinen Motiven ist Geduld gefragt. Hier hilft es, eine Pinzette zur Hand zu haben – und auch mal ein Auge zuzudrücken. Bleiben kleine Reste Vlies haften, waschen die sich meistens mit der Zeit in der Waschmaschine aus. 

Für welche Stoffe sind ausreißbare Stickvliese ohne Klebefläche verwendbar? Stickvliese zum Ausreißen kannst Du grundsätzlich für alle Stoffe verwenden, mit etwas Erfahrung auch für dehnbare. Für ein optimales Stickergebnis bei elastischen Stoffen gibt es das Fixier-Stickvlies Fuse’N’Tear.

Tipp: Stickvlies als „Schnittpapier“
Ausreißbares Stickvlies lässt Untergründe durchscheinen. Dabei ist es stabiler und haltbarer als Papier. Diese Eigenschaften kannst Du nutzen und das Vlies auch zum Abpausen von Schnittmustern verwenden, vor allem wenn es um Schnitte geht, die Du öfter nähst. Die Zuschnitte aus Vlies sind flexibel und haltbarer als aus normalem Pauspapier.

 

Was ist ausreißbares Stickvlies zum Aufbügeln oder Kleben?

Noch einfacher im Handling sind die ausreißbaren Stickvliese, die sich direkt auf dem Stoff fixieren lassen. Das Fixier-Stickvlies Fuse-N-Tear ist auf der Rückseite mit kleinen Haftpunkten ausgerüstet, die bei Hitze schmelzen. So kannst Du das Stickvlies direkt auf die Rückseite des Stoffes bügeln. Das ist für alle Stoffe geeignet und macht sich besonders gut bei elastischen und dehnbaren Stoffen. Sie neigen beim Einspannen in den Stickrahmen dazu, sich zu verziehen. Mit Fixier-Stickvlies kann das nicht passieren.

Tipp: Stitch-N-Tear bedrucken
Motive kannst Du auch direkt auf das Stickvlies drucken. Mit einem Tintenstrahldrucker geht das problemlos. Einfach Vlies auf A4-Größe zuschneiden und das Motiv wie gewohnt ausdrucken, auf den Stoff kleben und schon kannst Du die Linien nachnähen.

Ähnlich wie Fuse-N-Tear funktioniert das selbstklebende Filmoplast H54, einziger Unterschied: Filmoplast ist zusätzlich mit einem Trägerpapier versehen. Damit ist es prima geeignet für kleine Teile, die zu mini sind, um sie im Ganzen in den Stickrahmen zu spannen. Dafür spannst Du Filmoplast so in den Rahmen ein, dass das Abdeckpapier nach oben zeigt. Jetzt kannst Du das Papier anritzen (ohne das darunterliegende Vlies zu beschädigen) und abziehen. Unter dem Papier ist das Vlies selbstklebend. So kannst Du das zu bestickende Kleinteile direkt auf das gespannte Vlies andrücken und sticken, ohne dass es etwas verrutschen kann. Nach dem Sticken lässt sich Filmoplast ausreißen.

Was ist wasserlösliches Stickvlies?

Wenn Du öfter stickst, kennst Du das bestimmt: Das Entfernen des Stickvlieses auf der Stoffrückseite kann mühsam sein. Vor allem, wenn Du aufwändige Motive oder Applikationen stickst und nähst. Wäre es nicht viel einfacher, das Vlies würde sich von selbst auflösen? Dafür gibt es auswaschbare Stickvliese wie Soluvlies und Solufix . Beide versprühen Magie, Du wirst sie lieben!

Was ist Soluvlies? Soluvlies ist ein halbtransparentes Vlies auf Basis von Polyvinylalkohol. Es hat keine Klebefläche und wird nicht aufgebügelt. Entweder spannst Du es ein oder fixierst es mit einer Heftnaht. Im Griff erinnert Soluvlies an Stoff, denn es ist weich und fließend. Du kannst es nutzen, um feine Stoffe beim Sticken zu verstärken. Dann spannst Du es wie andere Stickvliese auch auf der Stoffrückseite ein. Sein wahres Können entfaltet Soluvlies aber beim Sticken mit der normalen Haushaltsnähmaschine. Es lässt Hintergründe durchscheinen und ermöglicht es, Motive oder Schriftzüge direkt auf das Vlies abzupausen. Wenn Du das Vlies dann auf die Stoffvorderseite steckst, kannst Du die Linien einfach nachnähen und anschließend das Vlies im Wasserband auflösen.

Tipp: Spitze und Collagen selber machen mit Soluvlies
Mit Soluvlies kannst Du Spitze, Collagen und sogar feine Anhänger einfach selber machen. Spanne das Vlies in einen Rahmen, um direkt auf dem Vlies zu sticken. Wichtig ist, dass dabei ein zusammenhängendes Fadengewebe entsteht. Du kannst auch Wollfäden oder dünne Stoffstreifen einarbeiten. Wenn Du anschließend das Vlies auswäschst, bleibt nur das Garngewebe der Stickerei zurück.

Was ist Solufix? Solufix ist dasselbe Klebevlies wie Soluvlies, hat aber den entscheidenden Vorteil, dass es selbstklebend ist. Zudem ist es starrer als Soluvlies, weil es zusätzlich mit einem Trägerpapier ausgestattet ist. Das macht Solufix zum Tausendsassa der Einsatzmöglichkeiten. Solufix ist für alle Stoffe geeignet (auch Wolle und Seide), ganz besonders aber für elastische Stoffe, die sich mit Solufix beklebt nicht mehr verziehen können.

Wie bei Soluvlies kannst Du Motive auch direkt auf Solufix abpausen, auf den Stoff kleben und nachnähen. Tipp: Solufix kannst Du für Makranäh-Projekte verwenden. Pause zunächst das gewünschte Motiv ab, entferne das Trägerpapier und klebe die Kordel entlang der Motivlinien auf das Vlies. Wenn alles sitzt, kannst Du das Vlies auf die Stoffvorderseite kleben. So verrutscht die Kordel nicht mehr und weil Solufix halbtransparent ist, siehst Du genau, wo Du entlang nähen musst, um die Kordel festzusteppen. 

Was ist wasserlösliche Stickfolie?

Während Stickvliese in der Regel dazu da sind, um Stoffe von der Rückseite her zu stabilisieren, legst Du Stickfolie bei Sticken auf den Stoff. In erster Linie verhindert die Folie, dass sich die Stofffasern in verschiedene Richtungen stellen. Gerade, wenn Du mit „Langflorigen“ Stoffen wie Plüsch, Frottee oder Nicky stickst oder applizierst, ist das wichtig. Ihre Fasern würden sich ohne den Schutz der Folie durcheinandermischen, das Ergebnis sähe ziemlich wild aus. Zudem verhindert die Folie, dass die Stickerei „im Stoff versinkt“. In manchen Stick- oder Nähanleitungen wird die Folie auch als Avalon bezeichnet. Avalon ist der Markenname für die wasserlösliche Folie der Firma Madeira.

Weil die Folie transparent ist, kannst Du aber auch Motive mit ihr abpausen und so ganz leicht Markierungen oder Sticklinien auf Stoffe übertragen, ohne direkt auf den Stoff zu zeichnen.

 

Stickvliese zum Abdecken von Stickereien

Klar, auf der Vorderseite sehen Applikationen und Stickereien immer schön aus. Auf der Stoffrückseite offenbart sich allerdings oft ein Wirrwarr an Fäden. Sind diese gut gesichert, kann Dein Werk so bleiben und muss nicht extra geschützt werden. Sitzt das Motiv aber auf einem T-Shirt oder einem ähnlichen Kleidungsstück, das direkt auf der Haut getragen wird, können sich die kleinen Knötchen unangenehm anfühlen. Dafür gibt es Abdeckvliese wie das Stickvlies Comfort Wear.

Streng genommen ist Comfort Wear kein Vlies, sondern eine besonders dünne Jerseyeinlage. Sie fühlt sich an wie feiner Stoff, ist beinahe durchsichtig und kann einseitig hinter eine Stickerei oder Applikation gebügelt werden. Weil sie bi-elastisch ist, macht sie jede Bewegung mit.

3. Vliese zum Übertragen von Schablonen und Fixieren von Stoffteilen

Beim Applizieren und Nähmalen werden Stoffstücke in Form geschnitten und aufgenäht. Ebene für Ebene entstehen ganze Motive – von einfach bis vielschichtig und filigran. Die Techniken sind dabei vielfältig und fix legt man sich seine ganz persönliche Art und Weise des Applizierens zu. Grundlage bleibt aber immer die Frage, wie übertrage ich das Motiv auf den Stoff und fixiere es solide, damit beim Nähen nichts verrutscht. Genau dafür gibt es beidseitige Klebevliese wie Vliesofix und Stretchfix.

Wie funktionieren Klebevliese? Im Prinzip bestehen die Klebevliese Vliesofix und Stretchfix aus einer Haftmasse, die beim Aufbügeln schmilzt. Auf der Oberfläche haben beide Vliese ein Trägerpapier. Weil sie beide halb transparent sind, kannst Du Schablonen wunderbar direkt auf die Papierseite der Vliese abpausen. Zunächst bügelst Du das Vlies mit der rauen Seite nach unten auf die Stoffrückseite. Nachdem es abgekühlt ist, lässt sich das Trägerpapier entfernen. Jetzt „klebt“ Dein Stoff, wenn Du ihn auf einen zweiten Stoff bügelst. Beim Applizieren hilft das ungemein, weil nichts mehr verrutschen kann. Mit beiden Materialien kannst Du Stoff aber auf jeden erdenklichen (hitzebeständigen) Untergrund bügeln wie auf Holz, SnapPap oder auch Papier.

Kann man Klebevliese auf allen Stoffen anwenden? Vliesofix kannst Du für jeden Stoff verwenden, der Bügelhitze aushält. Mit Vliesofix kannst Du auch Motive aus dehnbaren Stoffen applizieren. Das Ergebnis bleibt aber statisch, weil Vliesofix selbst nicht dehnbar ist. Flexibel bleiben Applikationen auf dehnbaren Stoffen, wenn Du statt Vliesofix Stretchfix zum Übertragen der Stoffteile verwendest. Stretchfix ist extra für elastische Stoffe gemacht.

Applikation auf elastischem Jersey-Stoff

4. Vliese zum Stabilisieren von Taschen, Rucksäcken und Co.

Wenn es um Projekte geht, die dauerhaft Halt, Flexibilität und Stand benötigen, stecken die Schabracken- und Schaumstoffeinlagen alle anderen Vliese in die Tasche! Spätestens, wenn Du Deine erste Tasche nähst, wirst Du über den Begriff Schabracke stolpern. Kaum eine Taschenanleitung kommt ohne die Empfehlung für eine Schabrackeneinlage aus. Tatsächlich hat das nichts mit einer Pferdedecke zu tun. Oder etwa doch? Ein bisschen schon! Ihrem Wortursprung nach soll die Schabracke nämlich aus dem Türkischen stammen und eine Pferdedecke, bzw. einen „Überwurf“ bezeichnet haben. Vielleicht kennst Du auch noch die Schabracken-Gardinen von früher, die man über dem normalen Vorhang aufgehängt hat. Das Bild passt gut zum Nähen von Taschen. Damit sie genügend Stand bekommen, nicht knicken oder gar in sich zusammenfallen, wird ihr Stoff nämlich in der Regel mit einer zusätzlichen Einlage verstärkt, dafür eignen sich Schabrackeneinlagen am besten. Manchmal ist Halt und Stabilität noch nicht genug. Immer dann, wenn Deine Tasche zusätzlich noch Form, wie etwa ein kleines Polster braucht, sind Schaumstoffeinlagen gefragt. Auch sie gibt es zum Einnähen und zum Aufbügeln.

Schabrackeneinlagen

Eine Schabrackeneinlage ist ein stabiles, aber dennoch flexibles Geflecht aus synthetischen Fasern. Es gibt sie in verschiedenen Stärken als Bügel- und auch als Näheinlagen. Manche sind weich und flexibel, andere kräftig und starr.


 

Warum verwendet man Schabrackeneinlagen? Schabrackeneinlagen werden auf Taschenstoffe genäht oder gebügelt, um dem Stoff genügend Stabilität und Knickfestigkeit zu geben. Vor allem beim Taschen- oder Rucksackboden ist das wichtig. Aber auch Portemonnaies, Smartphonehüllen, Körbchen oder andere Homedeko benötigen diesen zusätzlichen Stand.

Tipp: Besonders bei den steiferen Einlagen kann es manchmal passieren, dass sich der Stoff mit der Zeit in unschöne Fältchen legt, obwohl er fest mit der Einlage verschmolzen ist. Das kannst Du verhindern, in dem Du den Stoff zunächst mit einer formgebenden Einlage verstärkst (zum Beispiel mit einer Lage G 700 oder H 200) und erst im zweiten Schritt eine Schabrackeneinlage wie zum Beispiel S 320 aufbügelst. Von außen bekommt der Stoff dann eine weichere Haptik und ist dennoch knickfest genug.

Welche Schabrackeneinlagen gibt es? Obwohl es einige Tascheneinlagen gibt, nehmen wohl Decovil 1, Decovil 1 Light und die beiden Einlagen S 320 und S 520 die vordersten Plätze ein, wenn es um die beliebtesten Produkte geht. Alle vier sind mit Haftpunkten ausgestattet und können aufgebügelt werden. Auch Stoffe stabilisieren können sie alle, der Unterschied liegt in ihrer Haptik.

Was ist Decovil? Decovil bezeichnet eine Bügeleinlage, die im Griff an ein Gemisch aus Leder und Gummi erinnert. Das Material ist fest und dabei sehr flexibel. Sein großes Plus: Es kann direkt auf die Rückseite des zu verstärkenden Stoffs gebügelt werden und verbindet sich dauerhaft mit ihm. Decovil lässt sich nicht reißen, dafür umso besser schneiden und für seine Stärke erstaunlich einfach vernähen.

Decovil 1 ist die schwere Einlage von beiden. Sie hat viel Stand, lässt sich aber dennoch zwischen den Fingern falzen. Das Material ist sprungelastisch und knickunempfindlich. Das macht es zu DER Einlage für die Außenseite von Portemonnaies! Verstärkst Du die Verschlussklappe mit Decovil 1 ist das Portemonnaie so stabil, dass Du es bequem mit einer Hand öffnen kannst und die Klappe dennoch stets in ihre Ausgangsposition zurückgleitet. Aber auch Hüte, Gürtel und Körbchen sind mit Decovil 1 gut zu nähen. Das Material kannst Du auf alle Webstoffe aufbügeln.

Decovil 1 Light ist das leichtere Pendant zum dicken Decovil 1. Es hat die gleichen Eigenschaften, ist dabei aber wesentlich flexibler. Während Decovil 1 zu starr ist, um es in der Hand zu knüllen, ist das mit Decovil 1 Light möglich – ein Punkt, der fürs Nähen nicht unerheblich ist. Als Faustregel solltest Du Dir merken: Immer dann, wenn Dein Taschenprojekt nach dem Nähen noch gewendet werden muss, ist Decovil 1 Light die bessere Wahl. Sein festeres Pendant ist zu steif, als dass es einmal eingebügelt noch durch eine schmale Wendeöffnung geknautscht werden könnte.

Decovil 1 = Decovil
Manche Nähanleitungen geben nur Decovil an und unterschlagen in der Materialliste die „1“. Das sorgt oft für Verwirrung. Fehlt die 1 ist in der Regel immer das stärkere Decovil gemeint! Die Bezeichnung „Decovil Light“ meint dagegen stets die leichtere Einlage. Durch diese fehlerhafte Bezeichnung entsteht der Eindruck, es gebe noch mehr Varianten. Das ist nicht so, es gibt KEIN Decovil 2 oder 3. Aktuell gibt es nur das feste „Decovil 1“ auf dem Markt und das leichte „Decovil 1 Light“.

Für die Klappe der Kameratasche Lente von LaLilly Herzileien wird Decovil 1 Light verwendet.

Wie kann man Decovil 1 und Decovil 1 Light unterscheiden?
Du hast Decovil-Einlage zu Hause, weißt aber nicht mehr, ob es die leichte oder schwere Variante ist? Mit diesen Tricks erkennst Du den Unterschied:

  • Nimm einen Rest Decovil, knicke es und versuche, ihn hinzustellen. Die schwere Variante Decovil 1 bleibt einen kurzen Moment stehen. Das leichte Decovil 1 Light ist nicht stabil genug und fällt um.
  •  Noch sicherer ist der Lichttest: Das dünnere Decovil 1 Light ist lichtdurchlässig. Hältst Du das Material vor das Fenster (oder eine andere Lichtquelle), scheint Licht hindurch, sodass Du Deine Finger hinter dem Material deutlich erkennen kannst. Beim schweren Decovil 1 geht das kaum, es ist undurchsichtig und Du erkennst Deine Finger nur bei ganz genauem Hinsehen.

Kann man die Decovil-Einlagen durcheinander ersetzen? Lieber nicht! Beide Einlagen haben ihre Berechtigung. Entweder würde das Ergebnis nicht fest genug oder viel zu labbrig. Das macht Dich nicht glücklich! 

Was muss ich beim Aufbügeln von Decovil beachten? Beide Einlagen werden feucht aufgebügelt. Dafür legst Du das Decovil mit der Klebeseite (das ist die glänzende Seite) auf die Rückseite des zu verstärkenden Stoffes, deckst alles mit einem feuchten Tuch ab und bügelst es Schritt für Schritt auf. Bei dickeren Stoffen kann es leichter sein, wenn Du von der Stoffseite aus bügelst. Ganz wichtig: Lass die Einlage nach dem Bügeln flach liegend lange auskühlen, am besten sogar über Nacht. Das ist bei Vlieseline immer wichtig, bei Decovil aber ganz besonders, damit sich der Kleber vollumfänglich entfalten kann.

Was ist Vlieseline S 80? Während die aufsteigenden Zahlen normalerweise ein Zeichen für die zunehmende Stärke der Einlage ist, verhält es sich bei S 80 umgekehrt. Kennzeichnet mit der kleinsten Zahl ist S 80 die mit Abstand starrste Schabrackeneinlage. Anders als S 320 und S 520 besteht S 80 aus einem Gemisch aus Cellulose und Polyester. Auch die löcherige Oberfläche und der Kleber fehlt der Einlage. Stattdessen erinnert sie optisch eher an ein Vlies und ist so starr, dass Du sie nur schwer knicken kannst. S 80 muss mit Nähten fixiert werden, sie lässt sich nicht einbügeln. Bei Taschenprojekten kommt sie eher für Bodeneinlagen in Frage. Dafür kannst Du Dich mit ihr kreativ austoben und Collagen oder sogar Karten nähen. Noch fester und beinahe schon an Karton erinnernd ist die Näheinlage S 133.

Was ist Vlieseline S 320? Wenn man so will spielt S 320 stärkemäßig in derselben Liga wie Decovil 1 Light. Beide gehören zu den leichten, aufbügelbaren Schabrackeneinlagen. S 320 erkennst Du sofort an seiner Lochstruktur, auf der kompletten Oberseite sind kleine Löcher angeordnet. Im Griff her erinnert S 320 eher an eine „typische“ Vlieseline als das etwas gummiartigere Decovil. S 320 verleiht Stoffen in etwa die gleiche Stabilität wie Decovil 1 light, trägt dabei aber weniger auf.

Beim Oilskin-Shopper Ona von DIY Eule wird feste Einlage S320 auf den Futterstoff aufgebügelt.

Was ist Vlieseline S 520? Vlieseline S 520 ist der große Bruder von S 320. Ihr Verhältnis ist ähnlich wie Decovil 1 und Decovil 1 Light. Beide S-Einlagen sind sich optisch ähnlich. Sie haben beide die typische Lochstruktur auf der Oberfläche und lassen sich auf den Stoff bügeln. S 520 ist allerdings deutlich schwerer. T

Wie lassen sich Vlieseline S 320 und S 520 unterscheiden?

Wenn beide Schabrackeneinlagen ohne Aufdruck geliefert werden, ist es schwer sie auseinanderzuhalten. Hier sind die Tipps, wie es trotzdem klappt:

  • S 320 ist deutlich „stoffartiger“, lässt sich knüllen und ist lichtdurchlässiger. Hältst Du ein Stück S-Einlage gegen das Licht, kannst Du bei S 320 Deine Finger ganz deutlich erkennen. Die scheinen durch die Einlage hindurch. Bei S 520 sind Deine Finger nur schemenhaft zu erkennen.
  • S 520 ist deutlich starrer. Du kannst versuchen es, zu knicken. S 520 wird kurz stehen bleiben, S 320 ist dafür zu flexibel und fällt um. 

Wofür verwendet man die Einlagen S 320 und S 520? S 320 ist die flexiblere Einlage. Verwende sie, um zum Beispiel die Außenteile oder Kartensteckfächer von Portemonnaies zu verstärken. Auch Stoffkörbchen, Utensilos oder Hüte kannst Du mit ihr nähen. S 520 wäre für diese Zwecke zu starr. Das Material kannst Du für Taschen- und Rucksackböden verwenden. Was muss ich beim Aufbügeln von S 320 und S 520 beachten? Beide Bügeleinlagen sind unkompliziert beim Bügeln. Du kannst sie direkt aufbügeln, ein feuchtes Tuch als Schutz ist bei ihnen nicht nötig.

Kann man S 320 und S 520 untereinander ersetzen? Das geht nicht. Selbst, wenn Du S 320 doppelt legst, erreichst Du mit ihr nicht die Stärke und Stabilität von S 520. Zudem trägt S 520 viel mehr auf als S 320. Suchst Du dennoch nach einer Möglichkeit, S 320 durch eine andere Einlage zu ersetzen, kann eine doppelte (!) Lage H 250 ungefähr die Stabilität von S 320 erreichen.

Schaumstoffeinlagen

Wenn Du für Dein Taschenprojekt eine Stoffverstärkung suchst, die Halt und gleichzeitig noch eine polsternde Wirkung hat, brauchst Du eine Schaumstoffeinlage. Besonders geeignet sind Einlagen aus kaschiertem Schaumstoff, die Du entweder einnähen oder aufbügeln kannst.

Was ist kaschierter Schaumstoff? Das Wort kaschieren stammt aus dem Französischen und meint so viel wie abdecken oder verdecken. Beim kaschierten Schaumstoff wird der Schaumstoffkern beidseitig von einem stoffähnlichen Gewirke umgeben. Du kannst Dir das Material wie einen mit Vlies überzogenen Schaumstoff vorstellen. Im Nähbereich findest Du solche Schaumstoffeinlagen unter den Bezeichnungen Style-Vil und Style-Vil-Fix.

Was sind Style-Vil und Style-Vil-Fix? Beide Einlagen sind ca. 0,5 mm starke Schaumstoffe, die beidseitig mit einem vliesähnlichen Gewirke überzogen sind. Vom Material her sind beide gleich, Style-Vil ist allerdings eine Näheinlage. Style-Vil-Fix hat eine zusätzliche Haftmasse und kann eingebügelt werden.

Wofür verwendet man Schaumstoffeinlagen wie Style-Vil und Style-Vil-Fix? Die dünnen Schaumstoffeinlagen sind perfekt für alle Stepp- und Quiltarbeiten, die dauerhaft Polsterung benötigen. Mit ihnen kannst Du die Rückenteile von Rucksäcken trageangenehm gestalten, Rucksackträger selber machen oder Schutzhüllen für Tablets, Laptops und Smartphones nähen. Auch für das Quilten von kleinen Taschenprojekten ist das Material toll.

Das Rückteil und die Träger vom Rucksack Isah von DIY Eule können durch Style-Vil oder Soft & Stable gepolstert werden.

Mit was kann man Style-Vil ersetzen? Vom Handling her sind Style-Vil und Soft & Stable ähnlich und können untereinander ersetzt werden. Eine Alternative zum aufbügelbaren Style-Vil-Fix gibt es nicht. Das Rückteil und die Träger vom Rucksack Isah von DIY Eule können durch Style-Vil oder Soft & Stable gepolstert werden. 

Was ist Poron? Poron ist eine Schaumstoffeinlage, die ohne die zusätzliche Vlieshülle ausgestattet ist. Hier handelt es sich um den reinen Schaumstoff aus Polyurethan. Er fühlt sich ein bisschen an wie Moosgummi. Das Material ist mit 3 mm etwas dünner als Style-Vil und hat einen kurzzeitigen „Memoryeffekt“, ähnlich wie bei einer Yoga-Matte. Drückst Du mit dem Finger auf Poron bleibt die Delle kurz zu sehen, bevor das Material langsam wieder in seine Ausgangsposition zurückkehrt. Poron bietet eine hohe Schockabsorption ist dabei vergleichsweise leicht. Mit Poron kannst Du alles polstern, was keinen Kratzer bekommen soll.

5. Vliese für Patchwork- und Quiltarbeiten

Patchwork heißt im Deutschen Arbeiten mit Flicken. Das beschreibt die Technik ziemlich treffend. Viele kleine Zuschnitte werden in Fleißarbeit zu großen Motiven und ganzen Decken zusammengenäht. Dafür ist akkurates Zuschneiden wichtig und ohne präzises Nähen geht es nicht – glaubt man oft.
Es Vliese, die das Zusammennähen der kleinen Teile so viel leichter machen! Auf der Oberseite haben diese Vliese ein Raster aufgedruckt. An diesen Linien kannst Du Dich wunderbar beim Zusammennähen Deiner Stoffe orientieren. Oder Du nutzt die Linien zum exakten Zuschneiden Deiner Stoffe.

Wie bei den übrige Vliesen unterscheiden sich die Quilt- und Patchworkvliese in der Art ihrer Anbringung. Es gibt welche zum Aufbügeln und Vliese, die vernäht werden.

Patchwork-Vliese zum Aufbügeln: Quilter‘s Grid

Patchwork-Vliese zum Einnähen: Rasterquick Dreieck, Rasterquick Viereck

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